Damit Armee und Zivilschutz funktionieren
- 13. Mai 2026
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Am 14. Juni 2026 geht um die Einsatzfähigkeit unserer Armee und unseres Zivilschutzes. Genau das sichern wir mit der Änderung des Zivildienstgesetzes. Ein Ja stärkt die Verlässlichkeit unserer Schutzorganisationen. Aus meiner Sicht gibt es im Kern drei Gründe für ein Ja.
Erstens droht ohne diese wichtige Reform ein gefährlicher Verlust an Personal und Know-How. Seit der Abschaffung der Gewissensprüfung sind die Zulassungen zum Zivildienst sehr hoch und besonders problematisch sind späte Wechsel nach bereits absolvierter militärischer Ausbildung. Damit verliert die Armee genau dann ausgebildete Fachkräfte und Kader, wenn sie für Ausbildung und Einsatz gebraucht werden. Die Revision setzt hier gezielt an: mit einer Mindestdauer von 150 Zivildiensttagen, einer Angleichung der Faktoren für Kader und Regeln, die «Wechsel in letzter Minute» verhindern.
Zweitens geht es um die Handlungsfähigkeit in Krisen. Eine einsatzfähige Armee und ein robuster Zivilschutz sind kein Luxus, sondern Teil unserer Grundversorgung – gerade in Zeiten von Naturkatastrophen und zunehmenden Spannungen. Wer die Bestände in einer sicherheitspolitisch so angespannten Lage weiter ausdünnt, riskiert Engpässe dort, wo im Ernstfall jede ausgebildete Person zählt.
Drittens stärkt die Vorlage die Glaubwürdigkeit der Dienstpflicht. Der Zivildienst bleibt möglich – aber wieder klar als Ausnahme für echte Gewissenskonflikte, nicht als bequemere Alternative. Die Tatbeweislösung bleibt bestehen, es geht nicht um eine Rückkehr zur Gewissensprüfung, sondern um mehr Gleichwertigkeit und weniger Anreiz zum opportunistischen Wechsel.
Zusammengefasst heisst das für mich: Wer verlässlichen Schutz und Sicherheit will, sagt am 14. Juni Ja zur Änderung des Zivildienstgesetzes.