Damian Müller | Ständerat
Digitale Zukunft
  • 04. Mai 2020
  • 2 min Lesezeit
  • Motion

Höhere Patientensicherheit mit e-Rezept

Der Luzerner Ständerat Damian Müller beauftragt den Bundesrat, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, damit Rezepte für Heilmittel elektronisch ausgestellt und digital übertragen werden können.


Der Gesetzesvorschlag verpflichtet Ärztinnen und Ärzte, Rezepte für Heilmittel digital auszustellen. Der e-Medikationsprozess muss ganzheitlich und prozessorientiert funktionieren. Nur so kann die Qualität verbessert und die Patientensicherheit erhöht werden.

Patientinnen und Patienten können weiterhin frei wählen, welche Apotheke sie aufsuchen wollen. Zudem erhalten sie bei Bedarf eine Kopie des digitalen Rezepts in Papierform mit einem digitalen Code. «Damit sinkt die Hemmschwelle zur Verwendung von elektonischen Rezepten gerade für ältere Personen», sagt Damian Müller.

Die Gesetzesvorlage definiert die Rahmenbedingungen für das e-Rezept. Dabei gilt es, hohe Anforderungen an die Datensicherheit und die Identifikation/Authentifikation der Leistungserbringer und der Patientinnen und Patienten zu stellen. Für Damian Müller ist wichtig, dass auch Patienten ohne elektronisches Patientendossier e-Rezepte verwenden können. «Die Vorteile von elektronischen Rezepten liegen auf der Hand», erklärt er. «Rezeptfälschungen oder nicht erlaubte Mehrfacheinlösungen können ausgeschlossen werden.» Den Aufwand der Medizinalpersonen, der durch e-Rezepte entsteht, will Damian Müller in geeigneter Form tariflich abgelten.

Die Umsetzung des e-Rezeptes soll den Akteuren der Branche in Kooperation mit ihren Branchen- und Berufsverbänden obliegen. Finden diese innerhalb von zwei Jahren nach Inkraftsetzung des Gesetzes keine Lösung, soll der Bundesrat die entsprechenden Vorgaben erlassen.