Damian Müller | Ständerat
Zuversicht
  • 24. September 2019
  • 1 min Lesezeit
  • Motion

Geben wir der Behandlung von Kindern mehr Zeit

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und brauchen deshalb mehr Zeit, wenn sie gesundheitlich behandelt werden müssen. Deshalb müssen die Sozialversicherungstarife entsprechend angepasst werden. Das verlange ich in einer Motion, die ich in dieser Session eingereicht habe.


Kinder können nicht einfach im Wartezimmer Platz nehmen und aufgerufen werden. Kleinere Kinder können sich nicht selbständig an- und ausziehen, bei den ganz Kleinen kann ein Windelwechsel nötig sein. Kinder sind besonders schutzbedürftig und haben zudem das Recht auf eine altersgerechte Behandlung. Weil die Behandlung von Kindern einen ganz anderen Aufwand bedingt, soll dieser Aufwand in den Sozialversicherungstarifen auch entsprechend abgebildet werden. «Für mich ist es nur fair, wenn die entsprechenden Mehrkosten auch richtig abgegolten werden.» Eine faire Abgeltung garantiert nämlich auch eine faires Engagement für die Gesundheit unserer Kinder.

Bilanz

Sowohl der Ständerat als auch der Nationalrat anerkannten die Notwendigkeit von fairen Sozialversicherungstarifen für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Der Ständerat nahm die Motion im Dezember 2019 an, der Nationalrat stimmte ohne Gegenstimme, also einstimmig für die Annahme der Motion im September 2020. Das bedeutet, dass die Motion nun umgesetzt wird und die Behandlung von Kindern und Jugendlichen bald fair entlöhnt wird.