Damian Müller | Ständerat
Solidarität
  • 04. Dezember 2019
  • 2 min Lesezeit
  • Motion

EpiHunde auch für kranke Kinder

Hunde können Leben retten. Deshalb verlangt Luzerner Ständerat Damian Müller vom Bundesrat in einer Motion, dass er eine Grundlage schaffe, damit die Invalidenversicherung kranken Kindern und Jugendlichen EpiDogs mitfinanzieren soll.


Die ausgeprägten Wahrnehmungsfähigkeiten von Hunden können Leben retten. Das gilt nicht nur bei Lawinen, auch epileptische Anfälle können von Hunden frühzeitig erkannt werden. Weil so Leben gerettet werden können, übernimmt die Invalidenversicherung zumindest teilweise auch die Kosten von EpiDogs. Für Minderjährige jedoch besteht kein Anspruch, obwohl es immer wieder Fälle gibt, in denen ein Assistenzhund auch bei Kindern und Jugendlichen aus medizinischer Sicht angezeigt wäre. Zwar sind bei den IV-Stellen sind schon verschiedentlich Gesuche für EpiHunde bei Minderjährigen eingereicht worden. Aufgrund der geltenden gesetzlichen Vorgaben mussten sie aber abgelehnt werden.

„Diese Ungleichbehandlung ist störend und muss behoben werden,“ sagt der Luzerner Ständerat Damian Müller. Er hat deshalb eine Motion eingereicht, mit der er den Bundesrat verpflichten will, eine entsprechende Gesetzesgrundlage zu schaffen.

Bilanz

Sowohl der Bundesrat, als auch der Ständerat und anschliessend der Nationalrat anerkannten die Wichtigkeit und Notwendigkeit von Damian Müllers Motion. Die Motion wurde im März 2020 vom Ständerat und im März 2021 vom Nationalrat angenommen und wird nun umgesetzt. Das ist ein grosser Schritt für viele betroffene Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Assistenzhunde können Leben retten, insbesondere von jungen Patientinnen und Patienten. Es ist deshalb sehr erfreulich, dass die Motion erfolgreich war und die Gesetzesänderung umgesetzt werden kann.