Damian Müller | Ständerat
Solidarität
  • 20. Januar 2022
  • 1 min Lesezeit
  • Nein zur Tierversuchs-Initiative

Die Folgen eines Ja wären fatal!

Die eidgenössische Volksinitiative «Ja zum Tier- und Menschenversuchsverbot – Ja zu Forschungswegen mit Impulsen für Sicherheit und Fortschritt» mag gut klingen. Aber sie ist brandgefährlich. Wenn die Initiative angenommen wird, dürfen keine neuen Medikamente, die mit Hilfe von Tierversuchen entwickelt oder vor der Zulassung an Menschen getestet wurden, auf den Schweizer Markt gebracht werden. So könnten neue Medikamente weder in der Schweiz erforscht noch in unser Land importiert werden.

Die grössten Verlierer wären die Patientinnen und Patienten. Forschung zu Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer wäre nicht mehr möglich. Es könnten Patienten sterben, weil die nötigen Behandlungen in der Schweiz nicht mehr verfügbar wären. Ohne Tierversuche und klinischen Tests an Menschen, die in diese Studien einwilligen, wäre notabene auch die Entwicklung des Impfstoffs gegen Covid-19 nicht möglich gewesen. Bei einer Annahme der Initiative wäre der Impfstoff in der Schweiz verboten.

Fatal wären die Folgen eines Ja für den Forschungsstandort Schweiz. Unser Land würde von der internationalen Forschung abgekoppelt. Dies hätte den Abbau von hochqualifizierten Arbeitsplätzen zur Folge. Allein die Pharmaindustrie beschäftigt in der Schweiz 46’500 mehrheitlich hochspezialisierte Menschen.

Der Schutz von Tieren ist schon heute ein Anliegen, das in der Schweiz ernstgenommen wird. Die strenge Gesetzgebung in diesem Bereich zeigt dies deutlich. Die Initianten behaupten einfach, die Forschung könne ja auf andere Methoden ausweichen. Wenn es diese Alternativen gibt, werden sie bereits heute von den Forscherinnen und Forschern angewandt, da Tierversuche teuer sind.

Der Bundesrat und auch einstimmig das Parlament lehnen die radikale Initiative ab. Ich bitte Sie, ebenfalls ein überzeugtes Nein in die Urne zu legen.