Podium zur No-Billag-Initiative

Dieser Event fand am 17. Januar 2018 statt.

Zeit: 20.00 Uhr

Adresse: Hauptgasse 13 6130 Willisau

 

Öffentlich finanzierte Medien sind etwas wie öffentlich finanzierte Spitäler, öffentlich finanzierte Schulen und öffentlich finanzierter Verkehr. Natürlich würde die Schweiz ohne diese öffentlich finanzierten Institutionen nicht untergehen, aber es wäre eine andere Schweiz, als die Schweiz des Gemeinsinns, der Solidarität und des Ausgleichs. Es wäre keine Eidgenossenschaft mehr, wo der Starke dem Schwachen beisteht. Ein Ja zur No-Billag-Initiative wäre genau ein Schritt in diese Richtung.

 

Ohne Gebühren gibt es kein schweizerisches Radio und Fernsehen mehr, das alle Regionen mit einem Vollprogramm von Information, Sport und Unterhaltung bedient und damit Verständnis, Vertrauen und nationale Identität schafft. Ohne Gebühren könnten auch die 34 lokalen und regionalen Radio- und Fernsehstationen nicht überlegen, die über politische, kulturelle und wirtschaftliche Aktivitäten ihrer näheren Umgebung berichten. Ohne Gebühren gäbe es auch keine Programme mehr für Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung, insbesondere für Seh- und Hörbehinderte. Natürlich würden private Medienunternehmen die Filetstücke aus den heutigen Programmen herauslösen. Aber alles, was nicht die erwarteten Einschaltquoten bringt, würde gestrichen. Betroffen wären wieder die Randregionen, die Randsportarten und die Kultur, auch die Volkskultur.

 

Unsere Schweiz ist keine geografische Einheit, sondern ein ausserordentlich diffiziles Gebilde aus 26 Kantonen, vier Regionen und vier Sprachen. Da ist es besonders wichtig, eine mediale Klammer zu haben, die die Menschen aus diesen vier Sprachregionen miteinander verbindet. Natürlich gäbe es die Schweiz auch ohne gebührenfinanzierte Medien, aber es wäre nicht mehr die Schweiz, die wir kennen und auf die wir stolz sind. Das kann nicht das Ziel sein. Sagen wir also nein zur unschweizerischen und radikalen No-Billag-Initiative.

 

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