FDP Sempach-Arena: Kritische Diskussion der Rentenreform 2020

Dieser Event fand am 6. September 2017 statt.

Zeit: 19.30 Uhr

Adresse: Festhalle Seepark Sepmpach, Seestrassse 16, 6204 Sempach

 

Fundierte Information und lebhafte Diskussion prägten das Network Briefing der FDP Sempach «Rentenreform 2020 – was kommt auf die Unternehmen zu?». Co-Präsident Elmar Bernet begrüsste in der Festhalle Seepark die zahlreichen Besucherinnen und Besucher zu Wissensvertiefung und Meinungsbildung. Im Mittelpunkt standen Beiträge von Ständerat Damian Müller und REVOR Sammelstiftungs-Geschäftsführer Georg Dubach. Engagiert erörterten Gäste und Fachleute Chancen und Grenzen der geplanten Reform. Der abschliessende Aperó wurde rege zum Networking genutzt.

 

In seinem Impulsvortrag forderte Elmar Bernet echte politische Innovationen. «Wir müssen mehr neue Ideen und weniger Konsens wagen – und Verantwortung übernehmen», sagte der Sempacher FDP Co-Präsident. Er rief zur Mitwirkung am Räumlichen Entwicklungskonzept in Sempach und zur Abstimmung über den Entwurf zur «Rentenreform 2020» am 24. September 2017 auf. Denn: «Echte Innovationen in der Politik kommen nur mit Beiträgen aller zustande.»

 

Georg Dubach, Geschäftsführer der REVOR-Sammelstiftung, präsentierte Daten und Fakten zur «Rentenreform 2020». Er verdeutlichte die Herausforderung durch demografische Entwicklung, historisch niedrige Zinsen und politische Weltlage für die Pensionskassen. Den aktuellen Vorschlag zur geplanten Reform lehnte er ab: «Steuern und Abgaben steigen um 5 Milliarden Franken pro Jahr – erhebliche Defizite bei der AHV bleiben!» Die gesetzliche Definition des Umwandlungssatzes sei eine fundamentale Schwäche der Reform, die vorgeschlagene Verbesserung «einfach ungenügend».

 

Ständerat Damian Müller beleuchtete das Konzept zur «Rentenreform 2020» aus Sicht eines Politikers, verwies auf grundsätzlichen Konsens und zeigte Knackpunkte. Sein Fazit: «Der AHV-Ausbau führt mittelfristig zu enormem Druck auf Rentenaltererhöhung und Zusatzfinanzierung!» Der AHV-Ausbau sei kein Ziel der Reform, sagte Müller. Er sei nicht nachhaltig finanziert, sondern «Brandbeschleuniger», der bereits ab 2025 weitere Massnahmen erfordere. «Der Generationenvertrag wird weiter strapaziert», kritisierte der Ständerat. Der vorliegende Reform-Vorschlag sei «kein echt schweizerischer Kompromiss, sondern ein Diktat einer hauchdünnen Mehrheit». Und fügte an: «Es gehört zum politischen Spiel, dass die Befürworter mit Reformstau drohen. Dies ist falsch, denn keine Partei will die Renten gefährden. Schaffen wir Platz für eine Reform die den Namen verdient und Stimmen wir NEIN!»

 

Der anschliessende Austausch zwischen der Veranstaltungsteilnehmern und Rednern zeigte grosses Sachwissen auf beiden Seiten, vertiefte viele Punkte mit lebhafter Diskussion. Monika Grüter, Sempacher FDP Co-Präsidentin, dankte allen, die zu diesem informativen Abend zur Klärung der eigenen Position für die Abstimmung beigetragen haben. Den abschliessenden Apéro prägten weitere rege Diskussionen und natürlich das Networking.

 

Kontakt für Medienschaffende
FDP Sempach
Elmar Bernet, Ressort PR / Markenentwicklung
Hubelstrasse 19, 6204 Sempach, 079 129 39 36, mail@elmarbernet.ch

 

Programm als Flyer

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