«LUZERN DISKUTIERT.» mit Bundesrat Guy Parmelin

Dieser Event fand am 15. November 2017 statt.

Zeit: 18.00 Uhr

Adresse: Kulturzentrum Braui, Hochdorf

 

Am 15. November fand im Kulturzentrum Braui Hochdorf der Anlass LUZERN DISKUTIERT. mit Bundesrat Guy Parmelin statt. Unter dem Titel «Wie sicher ist die Schweiz?» diskutierten Verteidigungsminister Guy Parmelin und hochkarätige Podiumsteilnehmer das aktuelle Sicherheitsumfeld der Schweiz. Rund 600 Besucherinnen und Besucher folgten gespannt den Diskussionen zu Terrorismus und Cyberangriffen.

 

Als Hauptgast der zweiten Ausgabe von LUZERN DISKUTIERT. durfte OK-Präsident und Ständerat Damian Müller Verteidigungsminister Guy Parmelin willkommen heissen. In seinen Begrüssungsworten machte Ständerat Damian Müller auf die Wichtigkeit unserer Sicherheit aufmerksam: «Unsere Sicherheit muss höchste Priorität haben, weil sie die Grandlage für die wichtigsten Ziele unserer Verfassung ist: Freiheit und Wohlstand.»

 

Hauptreferent Guy Parmelin ging in seinem Referat auf die sicherheitspolitische Lage der Schweiz ein und sprach dabei mehrere hochaktuelle Themen an. So nutzte er die Gelegenheit, um für die geplante Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen zu werben: «Die Schweiz braucht eine starke Luftwaffe, denn es geht um nicht weniger als den Schutz der Schweizer Bevölkerung.» Im Anschluss an das Referat hatten drei Klassen der Kantonsschule Seetal Gelegenheit, Fragen an den Bundesrat zu stellen. Die Schüler wollten von Bundesrat Parmelin Auskunft zu den Schweizer Rüstungsexporten und zur Wehrpflicht für Frauen. Verteidigungsminister Guy Parmelin nahm sich dabei viel Zeit, um auf die Fragen der Schüler einzugehen.

 

Interessantes Podium mit hochkarätigen Gästen
Im zweiten Teil folgte eine Podiumsdiskussion unter der Leitung der ehemaligen SRF-Moderatorin Christine Maier. Es diskutierten Urs Breitmeier (CEO RUAG Schweiz), Monica Bonfanti (Genfer Polizeikommandantin), der Urner Ständerat Josef Dittli (Vizepräsident der Sicherheitspolitischen Ständeratskommission) und Dr. Erich Vad (Brigadegeneral aD und ehemaliger Berater der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel) zur Sicherheitslage der Schweiz, wobei die Themen Terrorismus und Cyberangriffe im Zentrum standen.

 

Der ehemalige deutsche Brigadegeneral und international erfahrene Erich Vad wies zu Beginn des Podiums darauf hin, dass sich Konflikte heute nicht mehr nur entlang von Landesgrenzen abspielten. «Phänomene wie Terrorismus und Cyberangriffe lassen sich nicht territorial eingrenzen.» Als Antwort auf diese Herausforderung betonte er die Wichtigkeit von internationalen Sicherheitskooperationen.

 

Die Genfern Polizeikommandantin Monica Bonfanti übertrug den Gedanken auf die Schweiz und wünschte sich einen starken Sicherheitsverbund zwischen dem Bund und den Kantonen in Krisenfällen. In ihren engagierten Voten zeigte sie zudem auf, wie der Kanton Genf mit der enormen Migration umgeht. «Täglich pendeln über 250’000 Arbeitnehmende aus Frankreich und der Romandie nach Genf. Hier arbeiten wir vor allem mit den französischen Polizeikollegen eng zusammen.»

 

Urs Breitmeier wies darauf hin, dass die hochtechnologisierte Schweiz durch Cyberangriffe sehr verletzlich sei: «Gerade unsere Mobilitäts- und Versorgungsinfrastruktur könnten zum Ziel werden.»

 

Daran schloss der Urner Ständerat und Sicherheitspolitiker Josef Dittli mit seiner Forderung nach einem grösseren Engagement der Schweizer Armee in diesem Bereich an. Sein Engagement in Bundesbern hat bereits Früchte getragen.

 

Der anschliessend im Foyer offerierte Apéro bot allen Besuchern eine ideale Austausch- und Diskussionsmöglichkeit.

 


Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite:
www.diskutiert.ch

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