1. August Feier Ufhusen

Dieser Event fand am 1. August 2016 statt.

Zeit: 11.00 - 12.30 Uhr

 

Zur 1-August-Feier lud die organisierende Musikgesellschaft auch dieses Jahr wieder zum Brunch ein, welcher draussen vor der Fridli-Buecher-Halle stattfinden konnte. In seiner breit abgestützten Festrede solidarisierte sich Ständerat Damian Müller mit der ländlichen Bevölkerung.

 

Gerne können Sie meinen Kurzbericht hier nachlesen.

 

Herzlichen Dank der Musikgesellschaft Ufhusen sowie allen involvierten für den schönen Vormittag.

 

 

Um 9.30 Uhr erschienen die ersten Gäste. Dank der tadellosen Organisation und dem Einsatz von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern konnten Alle einen vielseitigen Brunch mit Dessert geniessen. Die Kinder durften unter kundiger Leitung im Singsaal basteln – es entstanden viele schöne Laternen. Zur Unterhaltung spielte die „Buuremusig“ der Musikgesellschaft rassige Klänge.  Patrick Schmid führte als Präsident durch das offizielle Programm, welches mit der Landeshymne eröffnet wurde.

 

Die ständerätliche Festansprache

Damian Müller stellte sich als jüngster Ständerat vor, den das Luzerner Volk vor 26o Tagen gewählt hat. Schon damals habe er den Puls der Bevölkerung hautnah spüren können. In dieser ländlich geprägten Gegend habe er interessierte und bodenständige Menschen kennengelernt. Er freue sich, bei seiner ersten 1.August-Ansprache hier zu sein, am 725. Geburtstag der Schweiz. Solche prägenden Traditionen müssten als Vermächtnis an die weiteren Generationen stets gepflegt werden. An den schweizerisch zugrunde liegenden Werten Freiheit und Unabhängigkeit sollen wir festhalten. Die schnell um sich greifenden Veränderungen und Entwicklungen sieht der Referent als Herausforderung und Chance, die es zu packen gilt. Auch unsere Vorfahren beeindruckten mit Weitsicht und Risikobereitschaft: Zum Beispiel bei der Annahme der Bundesverfassung 1848, dem Bau der Rigi- und der Pilatusbahn  und mit den Pionierarbeiten am Gotthard. Der unlängst eröffnete Eisenbahn-Basistunnel schaffte einen weiteren Meilenstein. Bei all diesen Errungenschaften dürften wir aber die Bodenhaftung nicht verlieren und müssten uns auch in Bescheidenheit üben. Damit die Wirtschaft florieren kann, soll die Politik über möglichst optimale Rahmenbedingungen sorgen.

 

Europa-Politik

Zur Verunsicherung durch die momentane Europapolitik meinte der Referent: „die Schweiz darf nicht abseits stehen!“ Konkret heisst das, ein Ja zur Zusammenarbeit mit den Bilateralen Verträgen, jedoch ein klares Nein zu einem EU-Beitritt. Panikmache sei ein schlechter Ratgeber, auch in der Lösung der Flüchtlingskrise. Hier ist der Referent klar der Ansicht: Ist eine Person an Leib und Leben bedroht, muss man ihr helfen. Beabsichtigt jemand lediglich, das System auszuhebeln, ist dagegen konsequent vorzugehen. Wir wollen dankbar sein, in einem friedfertigen Land leben zu dürfen! Dass dies nicht so selbstverständlich ist, zeigen uns die Attentate, die vor unserer Schweizer-Haustüre passierten, sowie die Ereignisse in der Türkei, wo menschliche Grundrechte und Rechtsstaatlichkeit missachtet werden.  Dem allem setzt der Referent den Glauben an unsere Stärken gegenüber. Zusammenstehen und gemeinsam für Anliegen kämpfen, sei besonders die Stärke unserer ländlichen Region. In diesem Zusammenhang würdigte er vor allem auch die Freiwilligenarbeit, die oft mit viel Herzblut verbunden ist, sei es für Hilfsbedürftige oder für kulturelle Anlässe, wie zum Beispiel die heutige 1.August-Feier! Zum Schluss zitierte der Referent Gottfried Keller: „Dieses Land ist eben recht, ist nicht gut und nicht zu schlecht, ist nicht zu gross und nicht zu   klein um drin ein freier Mensch zu sein.“ Beim anschliessenden Apéro konnte dann auf das Wohl unseres Landes angestossen.

 

Text und Bilder: Margrit Bernet

 

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